Vermittlungsinformation

Wichtig - bitte lesen!


Wenn die Vorkontrolle überstanden ist und der neue Hund bei Ihnen als Familienmitglied eingezogen ist, sind alle extrem aufgeregt!
Dem Hund geht es nicht anders wie Ihnen! Doch er äußert sich anders, evtl. mit Angst, evtl. mit Durchfall, evtl. mit Flucht, evtl. mit Verstecken! 
Bitte lesen Sie sich die mitgegebene Mappe sorgfältig durch. Anbei stehen schon einmal die Texte, wenn Sie sich schon im Vorhinein über die Probleme informieren, die gegebenenfalls entstehen können.


Sicherheitsgeschirrle - Panikgeschirrle

Ganz wichtig ist uns die Sicherung beim Spazieren gehen!
Zu viele Hunde aus dem Tierschutz werden täglich überfahren, weil sie sich beim Spazieren gehen oder daheim im Garten erschrecken und weglaufen.

Wir empfehlen deswegen immer ein Panikgeschirr. Das Geschirr ist keine 100% Sicherheit, aber es ist eine große Hilfe beim Spazieren gehen für die anfängliche schwierige Zeit.Unsere Hunde verlassen uns nur, wenn sie ein Sicherheitsgeschirrle anhaben!
Es steht Ihnen frei, ein Sicherheitsgeschirrle auszuleihen gegen eine Kaution, ein eigenes Sicherheitsgeschirrle zu bestellen und mitzubringen oder ein Sicherheitsgeschirrle bei uns zu bestellen.
Das Sicherheitsgeschirrle ist komplett verstellbar, wird in den Wunschfarben bestellt, mit dem Namen des Hundes und Ihren Telefonnummern bestickt.
Gerne können Sie auch ein farblich passendes Halsband dazu bestellen, damit Sie die Tasso - Marke anbringen können. Der Hund ist grundsätzlich am Geschirr zu führen beim Spazieren gehen, doch gerade in der Anfangszeit empfehlen wir grundsätzlich, ein Halsband mit der Tasso - Marke anzulegen, falls doch wiedererwartend etwas passiert, der Hund offensichtlich gekennzeichnet ist. 
Das Geschirr bitte im Haus ausziehen! Die Hunde nagen den Bruststeg ruckzuck durch und dann schlupfen sie ohne Mühe aus dem Geschirr heraus. 

Gerne darf zusätzlich noch eine Doppelsicherung angebracht werden!
Auf den Fotos ist die Doppelsicherung zu sehen. Eine Leine wird am Körper befestigt und am Halsband - das ist die Zusatzsicherung. Dann eine Doppelkarabbinerleine am Sicherheitsgeschirrle zum Spazieren gehen. Die Verletzungsgefahr für den Hund - Wirbelsäule, Bandscheiben, ist mit dem Geschirrle deutlich geringer, wie als mit dem Halsband. Bei einem plötzlichen Ruck kann der Hund nicht so verletzt werden, wie durch den Schlag in den Nacken, wie bei einem Halsband.
Vorsicht ist besser als Nachsicht!
Das Geschirr vor dem Spazieren gehen bitte immer auf Vollständigkeit überprüfen. Nicht das der Hund beim letzten Mal, das geht in Sekundenbruchteilen, das Geschirr angenagt hat und es kurz vor dem Zerreissen ist. Genauso bitte immer wieder kontrollieren, ob es noch eng genug anliegt. Wie bei uns, wenn wir eine Hose anziehen - am ersten Tag kneift sie uns in den Bauch, am zweiten Tag - sitzt die Hose schon deutlich lockerer.


Lieber einmal zu viel "übertrieben" aufgepasst, als wenn es hinterher zu spät ist. Der Hund hat nur ein Leben und dieses Leben, liegt in Ihren Händen! Bitte beachten Sie das immer!

Gurtfarben für die Geschirre - das Softsheel hat nur ein paar wenige Farben, doch wir versuchen, das farblich passende Geschirrle für Sie und Ihren Liebling zu finden!

Farbpalette für die Geschirrle
Farbpalette für die Geschirrle

Schmerzfreies und sicheres Spazieren gehen

 

Ihr neues Familienmitglied ist endlich bei Ihnen eingezogen und mit diesem Informationsblatt möchten wir Sie Ihnen ein paar wichtige Hinweise für Ihre zukünftigen Spaziergänge geben.

Hier aus medizinischer Sicht ein paar Gedanken, damit Ihr Hund lange und schmerzfrei mit Ihnen Schritt halten kann, aber auch ein paar kleine Sicherheitsinformationen, da man die Schreckhaftigkeit eines Hundes niemals unterschätzen darf!

 

 

Halsband und Geschirr:

 

Wird der Hund an einem Halsband geführt, entsteht ein enormer Druck auf den sehr empfindlichen Halsbereich, in dem sich viele Muskeln, Gefäße, Nerven und auch eine Reihe lebenswichtiger, reizbarer Organe befinden. Selbst eine leichte Massage kann im so genannten „Halsdreieck“ Schäden verursachen und ist deshalb absolut kontraindiziert.

Die Mehrzahl der Hunde wird an einem Halsband geführt, das in verschiedenen Ausführungen und Materialien erhältlich ist.

Unter den gängigen Halsbandmodellen gibt es einige, die dem Hund erhebliche Schäden im Halsbereich zufügen können.

Viele Halter sind immer noch der Meinung, ein Hund höre von alleine auf zu ziehen, wenn er merke, dass der Druck vom ziehen abhängt.

Wie aber aus der Verhaltensforschung bekannt ist, laufen Tiere von ihren Schmerzen davon.

Druck erzeugt Gegendruck:

Versuchsbeispiel = einer Person wurde ein Halsband angelegt und auf die Frage, wie es sich anfühlt, wurde es mit angenehm beantwortet.

Dann wurde eine Leine angehängt und leicht daran gezogen.

Reflexartig zog die Person nach vorne und fing an zu röcheln, anstatt einen Schritt nach hinten zu gehen und den Druck zu verringern.

Erklären kann man diese Reaktion nur damit, dass es sich zumindest im Moment um einen Reflex handelt und die Person nicht in der Lage war, den Ursachen-Zusammenhang zu erkennen oder gar danach zu handeln.

Als weiteres Experiment wurde mit einer Fischwaage der Druck gemessen, der am Hals des Hundes entsteht, wenn er an der Leine zieht. Die Waage zeigt auf Zug das durch ihn entstandene Gewicht in Kilogramm an. Eingehängt zwischen Halsband und Leine wurde bei verschiedenen Hunden in unterschiedlichen Situationen auf der Skala folgende Werte abgelesen: zwischen 0,5 kg – 1,5 kg bei minimalem kurzen Zug, 3,0 – 4,0 kg bei etwas stärkerem Zug und 6,5 kg – 7,5 kg bei starkem Zug einer kleinen, zierlichen Cockerhündin. Ein etwas größerer, aber auch schlanker Cockerrüde der ständig zieht, hat die Waage bis zum Anschlag gebracht und somit 9,0 kg überschritten. Versucht man selbst einmal, an so einer Waage diesen Zug aufzubauen, stellt man mit Erschrecken fest, welchen Kräften ein Hundehals ausgesetzt ist.

Wird ein Hund mit Ketten- oder Stachelwürger geführt, bedarf es keiner großen Fanatsie, um sich die Folgeschäden vorzustellen.

Anders Hallgren hat in seinem Untersuchungsreport „Rückenprobleme beim Hund“ (animal Learn Verlag, Grassau) den Zusammenhand zwischen Schäden im Halsbereich und dem Tragen eines Halsbandes in Verbindung mit dem Leinenruck nachgewiesen.

Aus physiotherapeutischer Sicht ist es zu empfehlen, den Hund mit einem Geschirr zu führen.

Zieht der Hund an der Leine, wird der Druckpunkt vom empfindlichen Hals auf den Brustkorb verlagert. Allerdings muss das Geschirr dem Hundekörper gut angepasst sein. Beim Kauf muss auf eines geachtet werden. Es sollte aus weichem Material hergestellt sein, dem Hund leicht angelegt werden können, die Stege sollten nicht hin- und her rutschen, die Gurte nicht zu schmal sein, da sie sonst einschneiden können.

Sehr wichtig ist eine gute Achselfreiheit, d.h. der Abstand der Vordergliedmaße zum Brustteil muss ausreichend groß sein, damit durch die Bewegung des Hundes keine Scheuerstellen entstehen können.

Dringend abzuraten ist von Geschirren, die ähnlich wie beim Würgehalsband unangenehmen Druck oder gar Schmerzen bereiten, wenn der Hund an der Leine zieht. Unter verschiedenen Namen sind sie im Handel erhältlich und sollten den Hund vom Ziehen an der Leine abhalten.

Der Druck wird entweder direkt über dem Brustbein oder über die empfindlichen Achseln aufgebaut. Die Vordergliedmaßen können in ihrer Bewegung stark eingeschränkt werden, und es können Folgeschäden entstehen.

Dass das „normale“ Führen an einem Halsband dem Hund sehr unangenehm sein kann, mitunter sogar Schmerzen bereitet, ist für viele Besitzer unvorstellbar.

Eine große Anzahl von Hunden zeigt ein unphysiologisches, ein unnormales Gangbild. Da der ständige Druck aus die Halsmuskulatur Verspannungen verursacht, verspannt sich früher oder später über die Muskelkette der ganze Hund. Haben sich im laufer der Zeit Myogelosen (Stresspunkte) im Muskel gebildet, hat der Hund auch Schmerzen. Der dadurch entstandene Schongang belastet vermehrt die Gelenke, was häufig zu Arthritis, Arthrose und andere Folgeschäden führt.

Aus physiotherapeutischer und medizinischer Sicht gibt es kein tragfähiges Argument für das Halsband!

Zum Führen an der Leine kann nur ein Brustgeschirr empfohlen werden, weil es dem Hund keine gravierenden körperlichen Schäden zufügen kann.

Als Tierarzthelferin habe ich in der Praxis schon viele Hunde gesehen, die verschobene Bandscheiben in der Halswirbelsäule hatten. Oft bei kleineren Hunden, die schnell zur Seite gerissen wurden von ihren Besitzern, um sie vor großen Hunden zu „beschützen“.

Selbst durch Bandscheiben-Operationen konnten nicht allen mehr Hunden geholfen werden!

Auch kamen öfters abgeknickte Luftröhren vor, dadurch verursachte Hustenreiz, bis hin zum Erbrechen, da die Hunde extrem hechelten, durch die Atembeschwerden.

 

Sicherheitsgeschirre:

 

Nicht nur bei Angsthunden gilt äußerste Vorsicht beim Spazieren gehen oder transportieren oder schon alleine beim Verlassen den gesicherten Gartens, sondern bei jedem Hund, der noch kein richtiges Vertrauen in seine neuen Menschen hat.

Das Sicherheitsgeschirr hat bereits unzähligen Hunden das Leben gerettet und hätte noch viel mehr Hunde vor einem vorzeitigem Ende bewahren können, wenn sie eines angezogen bekommen hätten.

Kaum jemand, der es nicht bereits selber erlebt hat, kann sich vorstellen, wie schnell und agil sich ein Hund aus einem zu lockeren Geschirr winden kann.

Ist der Hund in Panik, wird er nichts unversucht lassen, um sich schnellstens aus der Gefahrenzone zu bringen.

Eine durchgebissene Leine, ein abgestreiftes Geschirr, oder eine Leine, die schnell aus den Fingern gerissen wird, sind vollkommen normale Abwehrbewegungen.

Durch ein richtige sitzendes Sicherheitsgeschirr sind Sie auf jeden Fall deutlich sicherer unterwegs, als mit einem normalen Geschirr, da der Hund nicht rückwärts sich heraus winden kann.

Das Sicherheitsgeschirr hat einen Brustgurt und zusätzlich noch einen Bauchgurt, der hinter dem Rippenbogen sitzen muss (siehe Fotos).

Zusätzliche Sicherheit geben die Sicherheitsschnallen, deren Verschluss nach oben geschoben werden können und sich dann auch bei starkem Zug auf den einzelnen Riemen nicht öffnen.

Durch die zwei Metallringe, können unterschiedliche Leinenmöglichkeiten eingestellt werden und es wird entweder locker spazieren gegangen, oder Bei-Fuß-Laufen geübt.

 

Leinen:

 

Aber nicht nur auf das richtige Brustgeschirr kommt es an!

Die sicherste Leine ist eine längere Leine (ca. 2 m) mit zwei Karabiner an jedem Ende. Mit dieser Leine können Sie eine Doppelsicherung machen, sprich zusätzlich den zweiten Karabiner an einem Halsband einhängen. Windet sich der Hund aus seinem Geschirr, haben Sie als zusätzliche Sicherung noch das Halsband mit angehängter Leine. Bitte niemals an diesem Ende (Halsband) den Hund führen. Bitte immer an dem Leinenende, das am Geschirr angebracht ist. Es ist wirklich nur eine zusätzliche Sicherung, wenn Sie kein Sicherheitsgeschirr angelegt haben.
Bitte benutzen Sie gerade in der Anfangszeit, wenn der Hund noch kein richtiges Vertrauen zu Ihnen aufgebaut hat, keine Flexileinen.
Niemand kann sich davon freisprechen, dass ihm noch niemals eine Leine aus der Hand gefallen ist.
Immer wieder liest man, von erschrocken Hunden, durch den lauten Knall des Plastikkörpers, der auf dem Boden aufgeschlagen ist und die danach um ihr Leben gelaufen sind.

Wenn der Hund dann in Panik losrennt, klatscht dieser Plastikkörper dem Hund, der bereits in Todesangst um sein Leben läuft, immer wieder auf den Rücken und die Hinterbeine.

Solche einen Hund wieder einzufangen, zu dem in einer fremden Umgebung, ist unmöglich.

Leider spreche ich aus Erfahrung, da die Leute nicht hören wollten.
Der Hund wurde zum Glück gefunden, und zum noch größeren Glück lebend!

Auch musste ich schon miterleben, dass die Leute nicht schnell genug reagieren konnte, als die Flexileine ausgefahren war, der Hund zu einem anderen Hund hingerannt ist, und extrem heftig in die Nase gebissen wurde. Der Hund an der Flexileine hat eine böse Bissverletzung davon getragen und wird in Zukunft seine schlechte Erfahrung auf andere Hunde projizieren und misstrauisch werden.
Der Hund, der gebissen hat, war an einer kurzen Leinen und ist jetzt vollkommen zu unrecht als böser bissiger Hund abgestempelt, nur weil er sich erschrocken hat, weil ein anderer Hund ihn erschrocken hat.

Leider muss ich noch ein drittes Beispiel aufführen. Zum Glück ist auch diesem Hund nichts passiert und er kam zurück zu seinen Besitzern.
Erste Tag im Urlaub und der Hund erschrickt sich. Ein kräftiger Ruck an der Flexileine, obwohl es eine für die Gewichtsklasse ausgelegte Leine war, zerbrach das Gehäuse und die Spule mit der Leine hing am Geschirrle. Der Hund rannte im Jagdgalopp auf und davon und wurde nicht mehr gesehen. Keine Sichtung - Nichts! Wie vom Erdboden verschluckt, warteten wir alle zwei Nächte und zwei Tage auf ein Lebenszeichen.
Die Besitzer taten alles, was nötig war. Sie verteilten Geruchtsträger - Decken, T-Shirts und richteten eine Futterstelle in der Nähe des Entlaufortes ein. Mit Leberwurstwasser legten sie eine Duftspur zurück zum Campingplatz. Und tatsächlich das Wunder geschah! Nach dieser ganzen Zeit fand der Hund zurück! Uns fiel nicht nur ein Stein vom Herzen, sondern Geröllberge, ein ganzes Gebirge!
Der Hund musste unglaublich weit weggerannt sein. Beide Hinterpfoten waren wund gelaufen, aber ansonsten war alles in Ordnung.

 

BITTE!!! FLEXILEINEN SIND GEFÄHRLICH!! FLEXILEINEN TÖTEN!!!

 

 

Wir wünschen Ihnen sehr viel Spaß mit Ihrem neuen Familienmitglied! Genießen Sie schöne ruhige Spaziergänge, erleben Sie aufregende Abenteuer und achten Sie auf sich und Ihre Familie, damit wieder alle gesund und unverletzt zuhause ankommen!

 

Quellen: nach Christiane Austin, Tierphysiotherapeutin

und Kerstin Nowitzke, Tierarzthelferin


Kontakt

Mentin

Ausbau 1

19376 Ruhner Berge

kerstin.nowitzke@web.de

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Da wir vormittags und abends immer mit der Tierversorgung beschäftigt sind, freuen wir uns auf Ihren Besuch und/oder Anruf täglich - auch am Wochenende und feiertags ab 13.00 Uhr bis 18.30 Uhr.
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Sparkasse Parchim-Lübz

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Seit Kurzem haben wir jetzt eine Kooperation mit einem eingetragenen gemeinnützigen Verein.
Spendenkonto mit Spendenbescheinigungen:
Rasselbande im Glück - Zusammen für Leben e.V.
Sparkasse Parchim-Lübz
IBAN: DE29 1405 1362 1600 0806 30
Bei Spenden bitte den Verwendungszweck "Tierschutzhof Rasselbande" angeben. 
Für Spenden bis 200,00 Euro gilt der Kontoauszug, ansonsten gibt es eine Spendenbescheinigung. Bitte unbedingt die vollständige Adresse angeben, sonst können wir ja keine Bescheinigung zuschicken.

Wir sind auch bei Facebook und selbst wenn Sie nicht angemeldet sind, dann können Sie uns dort auch besuchen kommen.
https://www.facebook.com/Rasselbandeimglueck/
Es gibt einen Flohmarkt zu Gunsten unserer Hunde und viele viele schöne Dinge zu erwerben.
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